Groß sein als Frau in einem Monat, der nach vorne drängt

Der März ist kein leiser Monat. Er ist ungeduldig. Die Tage werden spürbar länger, das Licht verändert sich, die Welt beginnt sich zu strecken. Nach Wochen des Wartens will plötzlich alles nach draußen, nach Bewegung, nach Veränderung. Der März fragt nicht, ob man bereit ist er schiebt sanft, aber bestimmt.

Als große Frau spüre ich diesen Übergang besonders deutlich. Mein Körper reagiert auf das Licht, auf die längeren Tage, auf das Gefühl, dass Stillstand langsam endet. Gleichzeitig wird mit dem Mehr an Sichtbarkeit auch meine eigene wieder größer. Ich kann mich nicht mehr hinter Winter verstecken. Mein Körper tritt wieder deutlicher hervor, nicht nur in seiner Länge, sondern in seiner Präsenz.

Wenn Aufbruch sichtbar wird

Der März bringt Bewegung – und Bewegung bringt Aufmerksamkeit. Menschen schauen wieder genauer hin. Körper werden verglichen, bewertet, neu wahrgenommen. Als große Frau kenne ich dieses Gefühl gut. Mit jedem Zentimeter mehr Licht wächst auch die Projektion von außen. Stärke, Selbstbewusstsein, Klarheit. Dabei bin ich im März oft noch mitten im Sortieren.

Groß zu sein heißt in solchen Phasen, den eigenen Rhythmus zu verteidigen. Nicht jeder Aufbruch muss laut sein. Nicht jede Bewegung sichtbar.

Vorwärts, aber nicht getrieben

Ich lerne im März, mich nicht vom Tempo der Welt treiben zu lassen. Mein Körper darf sich strecken, ohne sich erklären zu müssen. Ich darf Raum einnehmen, ohne sofort zu wissen, wohin es geht. Vielleicht ist das der eigentliche Frühling: nicht das Ankommen, sondern das Zulassen von Bewegung.

Euer Team von LangeHosen.de

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